Endrundenturnier der Bezirksauswahlmannschaften des Jahrgangs 2003

06.09.2017 23:14 von Tim Straßheim

Beim Endrundenturnier der Bezirksauswahlmannschaften des Jahrgangs des Hessischen Handball-Verbands (HHV) hat sich der Bezirk Gießen mit seinem Jahrgang 2003 ordentlich aus der Affäre gezogen. Die Mädchen mit den Trainerin Harald Kretschmann und Sina Wallenfels leisteten sich in der Vorrunde allerdings eine Niederlage zu viel und erreichten Rang fünf. Wesentlich besser lief es für die Jungs. Das Team der beiden Trainer Philipp Totev und Marcel Köhler zog bis ins Finale ein und musste sich dort nur knapp dem Bezirk Wiesbaden-Frankfurt geschlagen geben.

 

Weibliche Jugend 2003

Gruppenspiel eins: Bezirk Gießen – Bezirk Wiesbaden/Frankfurt 17:17:

Beide Mannschaften gehört zu den Favoriten um den Tagessieg, dementsprechend schenkten sich beide Teams nicht. Der Bezirk Gießen leistete sich viele Fehler im Aufbau und fing etliche Tempogegenstöße. Dafür klappte das Spiel über den Kreis wie am Schnürchen. Beim Stand von 16:15 kugelte sich die starke Janina Stein den Finger aus und konnte nicht mehr mitwirken. Wiesbaden-Frankfurt nutzte die Gunst der Stunde und ging beim 17:16 wieder in Führung. Am Ende teilten sich die Kontrahenten verdientermaßen die Punkte.

Gruppenspiel zwei: Gießen – Odenwald/Spessart 15:18:

Gießen war in dieser Partie völlig von der Rolle und zeigte in den drei Jahren, in dem das Team nun zusammenspielt, die schlechteste Leistung. Ohne die nötige Laufbereitschaft verloren die Talente verdient.

Gruppenspiel drei: Gießen – Melsungen/Fulda 13:9:

Gegen den Gegner aus Osthessen zeigte sich Gießen deutlich verbessert, allerdings war der Gegner auch nicht so stark wie die bisherigen. Am Ende war der 13:9 Sieg auch in dieser Höhe verdient.

Spiel um Platz fünf: Gießen – Hessenauswahl (Jahrgang 2004) 20:9:

Gegen die besten Spielerinnen Hessens des jüngeren Jahrgangs zeigte Gießen die beste Leistung des Turniers. Die Deckung stand sicher, im Angriff waren schöne Kombinationen aber Mangelware, die Tore fielen nach Einzelaktionen.

Fazit: Zum Abschluss kein gutes Turnier der Talente, die die Vor- und Zwischenrunde noch dominiert hatten. In der Deckung fehlte es an der nötigen Aggressivität, im Angriff am Zusammenspiel. Turniersieger wurde Frankfurt-Wiesbaden. Das Team gab lediglich gegen Gießen einen Zähler ab.

 

Männliche Jugend 2003:

Gruppenspiel eins: Bezirk Gießen – Odenwald/Spessart 14:10:

Gegen das stark eingeschätzte Team aus Odenwald erwischte Gießen einen Blitzstart und führte schnell mit 7:0. Gestützt auf einer starken Torhüterleistung hieß es am Ende verdient 14:10.

Gruppenspiel zwei: Gießen – Kassel/Waldeck 15:13:

Mehr Probleme als erwartet hatten die Schützlinge von Philipp Totev und Marcel Köhler gegen die Nordhessen, die um jeden Ball verbissen kämpften und somit die Partie bis zum Schluss offen gestalteten. Letztendlich war es die individuelle Klasse, die den Unterschied ausmachte.

Spiel drei: Gießen – Hessenauswahl (Jahrgang 2004) 17:11:

Mit dem Sieg gegen die Hessenauswahl des jüngeren Jahrgangs war das Finale perfekt. Gießen spielte die Partie routiniert herunter und schaffte es immer wieder die Lücken in der Deckung des Gegners zu finden.

Finale: Gießen – Wiesbaden/Frankfurt 17:19:

Die zahlreichen Zuschauer sahen im Finale eine Partie, die Werbung für den Jugendhandball war. Beide Teams zeigten ihre ganze Klasse. Lediglich die Abwehr ließ bei beiden zu wünschen übrig. So wechselte die Führung hin und her, ohne dass sich eine Mannschaft entscheidend absetzen konnte. In der spannenden Schlussphase schaffte es der Konkurrenz, seine individuellen Qualitäten besser auszuspielen und holte am Ende den Turniersieg.

Fazit: Die Talente aus Gießen haben ein hervorragendes Turnier gespielt. Gerade das Finale war auf einem sehr hohen Niveau. In der Summe leistete sich Wiesbaden/Frankfurt im Endspiel ein paar Fehler weniger, so dass die Niederlage am Ende unglücklich, aber nicht unverdient war.

 
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Platz fünf bei der Endrunde des Jahrgangs 2003: die Mädchen aus Gießen mit (hintere Reihe, von links): Trainer Harald Kretschmann, Jule Naumann, Mia Reuter, Marie Blumrich, Nina Schoppe, Nele Klarner und Trainerin Sina Wallenfels; (mittlere Reihe, von links) Rhea Happel, Luise Kirschner, Madeleine Ivenz, Muriel Herzberger, Emma Fuß, Janina Stein und Nessima Kerdi; (vorne, von links) Nele Liebich und Rebecca Lutz. (Foto: privat)

 
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Nur knapp an der Überraschung vorbeigeschrammt: die männliche Auswahl aus Gießen des Jahrgangs 2003 mit (hintere Reihe, von links): Trainer Marcel Köhler, Felix Rinn, Noel Hoepfner, Justus Weimer, Max Wolf, Silas Pioch, Ole Gast und Trainer Philipp Totev; (vorne, von links) Björn Langer, Raoul Rinker, Mika Deutsch, Yannick Dorn, Michel Fiedler, Florentin Datz, Jordi Schäffer und Niklas Theiss. (Foto: privat)

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